Die Pflege eines Menschen mit Alzheimer-Krankheit ist sehr anstrengend und anspruchsvoll. Das bedeutet, dass Sie Ihren Beruf aufgeben und Vollzeitpfleger oder Vollzeitpflegerin werden müssen.
Nicht jeder schafft das. Es ist wirklich ein großes Dilemma, denn auf der einen Seite ist der Pflegebedürftige meist ein Elternteil des Pflegenden, und nach allem, was die Eltern geleistet haben, fällt es den meisten Menschen schwer, die Pflege eines Bedürftigen abzulehnen. Es ist einfach eine moralische Verpflichtung. Manchmal geht es jedoch einfach nicht. Oft handelt es sich um Menschen, die selbst schon relativ alt sind und eine ganze Reihe von gesundheitlichen Problemen haben. Die Enkelkinder sind dann in einem Alter, in dem sie sich um kleine Kinder kümmern, und das ist nicht mit der Pflege einer Person vereinbar, die an Alzheimer leidet.

Ganz zu schweigen davon, dass ein Mensch, der an Alzheimer leidet, früher oder später eine Gefahr für sich selbst und seine Umgebung darstellt, weshalb es notwendig ist, einen Dienst zu finden, der die Betreuung eines solchen Klienten gewährleistet.
Glücklicherweise ist es heute nicht mehr so schwierig, Klient eines Alzheimer-Zentrums zu werden, wie es in der Vergangenheit der Fall war, als es praktisch keine Betreuung für solche Patienten gab. Diese wurden in Seniorenheimen untergebracht, wo man ihnen in der Regel keine angemessene und notwendige Pflege bieten konnte.
Die Betreuung von Patienten mit Alzheimer-Krankheit hat nämlich ihre Besonderheiten, und diese Menschen benötigen wirklich eine spezifische Betreuung.

Instrumente für die Betreuung von Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen
· Die Arbeit mit der Biografie des Menschen als Grundlage für die nachfolgend aufgeführten therapeutischen Verfahren·
Die Validierungsmethode nach Naomi Fail, die bei der Kommunikation mit desorientierten Menschen
hilft· Sensorische
Aktivierung·
Reminiszenztherapie· Basale Stimulation
Alzheimer-Zentren sind im Grunde Heime mit einem besonderen Betreuungskonzept. Das bedeutet, dass der Bewohner eines sogenannten DZR eine individuelle Betreuung durch das Personal benötigt. Auch sollten diese Einrichtungen über eine höhere Personalausstattung verfügen.
Die Betreiber von Alzheimer-Zentren sind nicht selten private Träger, und hier muss auf die Qualität geachtet werden. Ein privater Dienstleister kann eine deutlich überdurchschnittliche Pflege bieten, aber oft gilt auch das Gegenteil. Es wird keine ausreichende Pflege gewährleistet (zu wenig Personal), es fehlt an medizinischer Versorgung oder diese ist unzureichend, es fehlt an Fachpersonal, das den therapeutischen Teil der Pflege sicherstellt. Es liegt im Interesse des Betreuers, darauf zu achten, ob die Dienstleistung wirklich qualitativ hochwertig ist.